Roggow ist der Stammsitz der Familie, der ohne Unterbrechung bis zur Enteignung 1945 im Besitz derselben Familie geblieben ist.

Roggow (1345–1945, wieder seit 1993)

Der Ortsname Roggow – damals Rogov – ist altslawischer Herkunft und heißt soviel wie Horn, Ecke und nimmt die Besonderheit des Geländes auf. Roggow an der Ostsee liegt an einer kleinen Bucht am Salzhaff in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ostseebad Rerik, nur ca. 3,5 km entfernt.

Das Dorf Roggow hat heute etwas weniger als 300 Einwohner und ist inzwischen Ortsteil von Rerik.

Urkundlich wurde das Herrenhaus 1345 erstmals erwähnt und machte eine wechselvolle Geschichte durch. Im 30-jährigen Krieg teilweise zerstört wurde es 1666 wieder von Jochen von Oertzen aufgebaut. Roggow mit Russow war ein Betrieb mit Landwirtschaft und Vieh. Mit unwesentlichen Veränderungen blieben die landwirtschaftlichen Flächen bis 1945 in der Fläche und von der Lage her gleich. 1945 wurden noch ca. 936 ha bewirtschaftet, davon ca. 100 ha Forst.

Es folgte die Enteignung und die Plünderungen ab 1945 und anschließend die Einquartierung von bis zu 12 Familien, vorwiegend Flüchtlinge aus dem Osten. Nach der politischen Wende 1989 stand es zunächst leer, da es nach fertigen Plänen aus DDR-Zeiten zu einem Kindererholungsheim umgebaut werden sollte und die Hausbewohner bereits umgesiedelt waren. Betonmischer, Starkstrom und Drainagerohre lagen bereit und sollten im Frühjahr 1990 zum Einsatz kommen.

Nach 1990 hat Peter von Oertzen, der Erbe von Roggow, zusammen mit seiner Frau Bianca das herunter gewirtschaftete Haus zurück gekauft und Stück für Stück renoviert. Heute erstrahlt das denkmalgeschützte Herrenhaus in neuem Glanz mit stilvollen und individuell hergerichteten Ferienwohnungen (www.herrenhaus-roggow.de), einem herrschaftlichen Saal, einem eleganten Salon sowie einer Praxis für energetische Massagen und Reikianwendungen.

Um das Haus herum schlängelt sich ein alter Burgwallgraben umgeben von sehr alten Baumgruppen, die den Park so besonders machen. 

Peter v. Oertzen, Roggow


Groß Flotow

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FLOTOW (um 1900–1945, Wiedererwerb nach der wende)

Groß Flotow (slawisch bloto = Sumpf) ist aus einer slawischen Siedlung hervorgegangen. In den Urkunden findet das Dorf 1418 erstmals Erwähnung. Der frühgotische erste Kirchenbau stammt jedoch schon aus dem 13. Jahrhundert. 1894 wurde die Kirche auf den alten Fundamenten erneuert. Flotow hat wie die gesamte Region extrem unter dem Dreißigjährigen Krieg gelitten. Um 1700 wurde eine Glashütte errichtet, seit 1800 wird diese Klein Flotow genannt.

Gegenüber der Kirche befindet sich der Gutshof mit Toreinfahrt. Das Gut gehörte im 19. Jahrhundert den Grafen von Voß und kam dann um 1900 an die von Oertzen auf Rothen, zuletzt Henning v. Oertzen (1889–1978), der es bis zur Enteignung 1945 hielt. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Flotow außer dem schlicht gehaltenen Gutshaus und der Schnitterkaserne nur einige wenige Landarbeiterkaten. Die meisten Häuser aus dem typischen roten Ziegelstein entstanden in den 1930er- und später in den 1950er-Jahren.

Inzwischen gehört das Gut durch Rückerwerb den Adoptivnachfahren des letzten Besitzers, der Familie von Oertzen-von Waldow, die das verfallene Gutshaus rekonstruieren (bzw. neu errichten) ließ.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Groß_Flotow)

PDF-Download Chronik Flotow (1,1 MB)

Präsentation der Familiensitze
rund um Groß Flotow

von Dr. Karen Michels auf dem Familientag 2019 auf Groß Flotow